Der „Gilb“ wer kennt Ihn noch ?

Der "Gilb" von der deutschen Post Fernmeldewesen Funkentstörung

Der „Gilb“ wer kennt Ihn noch ?

Der Funkstörungsmeßdienst der Deutschen Bundespost konnte eine Funkstörung mit Peilwagen und Funkmeßwagen räumlich eingrenzen – doch eine Peilrichtung bewies noch keinen Störer.

An dokumentierten Fällen aus den 1960er Jahren zeigt sich, wie die Bundespost Funkstörungen tatsächlich untersuchte:

Zuerst mussten Empfangsanlage, Antenne und Funkversorgung geprüft werden. Erst danach folgten mobile Messungen, Peilung und der technische Nachweis vor Ort. Eine sichtbare Fernsehstörung konnte dabei eine ganz andere Ursache haben als den zunächst vermuteten Störsender. Die Dokumentation rekonstruiert die Arbeit des Funkstörungsmeßdienstes von der Störungsmeldung bis zur nachgewiesenen Ursache. Sie zeigt, welche Rolle Bundespost-Peilwagen und Funkmeßwagen spielten, warum Peilen allein kein Beweis war, wie Grenzwerte und Genehmigungen den möglichen Eingriff bestimmten und weshalb der Dienst auch vorbeugende Funkentstörung, Funkversorgung, Gemeinschaftsantennen und Messaufgaben für Handel und Industrie übernahm. Dabei wird auch die bekannte Verbindung zwischen Bundespost-Meßwagen und Schwarzsehern eingeordnet: Ein Funk-Mess-Dienst suchte tatsächlich Schwarzseher. Der Funkstörungsmeßdienst hatte jedoch ein wesentlich breiteres technisches Aufgabengebiet und war zudem vom Funkkontrollmeßdienst zu unterscheiden.

Quellen: Fernmeldeamt Deutschland

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